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Geschichte der Teekultur
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Geschichte der Teekultur
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Die Chinesische Teekultur ist über 2000 Jahre alt und damit weltweit die älteste.

China ist das Mutterland des Tee-Anbaus. Die Tee-Pflanze wurde vor ca. 3000

Jahren vom Vater der chinesichen Heilkunde entdeckt. Anfangs wurde der Tee ausschließlich als Heilmittel verwendet.

 

Die Teekunst und Teezeremonie entwickelten sich in der Tang-Dynastie (618-907) und haben ihren Ursprung in den Klöstern. Tee wurde anfangs überwiegend in Klostergärten angebaut und von Mönchen hergestellt.


Später zog die Teekunst in die Gesellschaft ein und wurde zu einem begehrten Heiltrunk, vor allem Mönche, konfuzianische und daoistische Gelehrten sowie Künstler liebten ihn wegen seiner belebenden und klärenden Wirkung. Mit dem weltweit ersten Teebuch von Lu Yu, einem Zen-Mönch und unübertroffenen Teemeister, brach die Blütezeit der Teekultur ein.

 

In der Song-Dynastie (960-1279) erlebte die Teekultur ihren Höhenpunkt.

Man erfand immer bessere und ausgeklügelte Herstellungs- und Zubereitungsmethoden. Auch die Teeutensilien wuden immer feiner und kunstvoller. Die ersten Teehäuser entstanden. Teetrinken war nicht nur populär, sondern auch eine hohe Kunst und ein Lebensstil. 

 

Im 13. Jahrhundert fand die Teekunst ihren Weg nach Japan und wurde dort im Lauf der Zeit weiter verfeinert und später zu einem gesellschaftlichen Spiel entwickelt.

 


 

Teekultur und die Religionen

 

Die Teekultur wurde von den 3 großen Religionen Chinas, nämlich Konfuzianismus, Daoismus und Buddhismus stark beeinflußt.

 

Die schlichten und natürlichen Eigenschaften vom Naturprodukt Tee und wertvolle Elemente der chinesischen Kultur formten und prägten die Teekultur. Sie spiegelte die Moralvorstellung,  Weltanschauung und Lebenseinstellung der Menschen wider.

 

Buddhistischen Mönchen waren von anfang an mit dem Tee eng verbunden.  Viele berühmte Herstellungsverfahren wurden in Klöstern erfunden, auch die Teezeremonie nahm ihre Urform in den Klöstern an.

 

Auch viele daoistischen Gelehrten und Künstler schätzten den Tee als Geschenk der Natur und betrachteten den Ablauf der Teezubereitung als ein Harmonisierungsprozeß mit der Natur.

 

Für die Konfuzianer harmonisiert das gemeinsame zeremonielle Teetrinken die zwischenmenschlichen Beziehungen und fördert gegenseitige Wertschätzung und Respekt.

                                               

 

Verschiedene Teesorten

 

Aus demselben Teestrauch kann man entweder einen grünen Tee oder einen schwarzen Tee herstellen. Der Unterschied liegt allein in der Art der Herstellung.

 

¨ Schwarzer Tee

Während der Sonneneinwirkung werden Fermente aktiv, die in Blättern enthalten sind. Dadurch werden die Teeblätter 100% fermentiert, das heißt, einer Oxidation unterzogen.

 

¨ Grüner Tee

Beim grünen Tee ist diese Fermentation nicht erwünscht, daher werden die Blätter kurz nach dem Pflücken erhitzt, um den Fermentationsprozess zu unterbrechen.

Der grüne Tee enthält dadurch noch alle wertvolle Inhaltsstoffe. Der im Tee enthaltene Gerbstoff Epigallo-Catechin, der für die Krebsvorbeugende Wirkung verantwortlich ist, bleibt erhalten.  Zahlreiche Studien haben nachgewiesen, dass das im grünen Tee enthaltene Epigallo-Catechine den Cholesterinspiegel senkt und die Entwicklung des Bluthochdrucks bremst, somit das Risiko, an Herzinfarkt und Schlaganfall zu erkranken, vermindert.  Schließlich können Tee–Epigallocatechingallat (EGCG) verschiedene so genannte proteolytische Enzyme hemmen, die an der Entstehung von Krebs beteiligt sind.    

 

¨ Weißer Tee

Es handelt sich hier eigentlich auch um eine grüne Teesorte, bei der ausschließlich die oberen Spitzen des Strauchs im Frühjahr gepflückt werden.  Der Tee verdankt seinem Namen dem hellen Flaum an den Blattspitzen. Weißer Tee wird auch nicht fermentiert und ist daher reich an wertvollen Inhaltstoffen.

 

¨ Oolong Tee

Der Oolong-Tee ist eine halbfermentierte (10 % bis 70%) Teesorte und besitzt viele gesundheitsfördernde Wirkungen, da bei dem schonenden und aufwendigen Herstellungsverfahren viele wertvolle Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

Der Oolong ist der Höhepunkt aller Teesorten und wird bei Teekennern als Champagner des Tees bezeichnet.  Er besitzt sowohl den lieblichen Duft des Grüntees, als auch das runde, würzige Aroma des Schwarztees.

                       


 

Teekunst und deren Bedeutung

 

Die Chinesische Teekunst ist die Kunst der richtigen Teezubereitung und des gemeinsamen

Teegenusses. Das Teetrinken wird zur einer  Wohlfühlstunde und zur Meditation. 

Sie vermittelt uns: 

 

¨  Harmonie   ¨ Reinheit   ¨  Hochachtung   ¨  Stille 

 

 

Chinesische Teezeremonie - Gong Fu Chadao

 

1. Teegeschirr symbolisch gewaschen bzw. anwärmen  (kleine Kanne wird hierfür verwendet,

    um ein intensives Aroma zu erzielen);

 

2. Tee betrachten:  die Teeblätter werden in einem Schälchen den Gästen

     herumgereicht, damit sie den Tee betrachten und an ihm riechen können. 

 

3. Teeöffnen/Teewasch:  der Tee wird in der angewärmten Kanne nur mit ganz wenig Wasser

    übergossen  (Wassertemperatur:  75 C° - 85 C° bei grünem Tee,  90 C° -95 C° bei Oolong     

    Tee und Schwarztee), und kurz gewaschen und sofort abgegossen. 

 

4. Tee aufbrühen:  derTee wird ein zweites mal aufgebrüht,  nach ca. 30-60

    Sekunden Ziehzeit wird der Aufguss in die zweite Kanne umgegossen (damit

    der Tee nicht im Wasser „weiter arbeitet“) oder direkt in die Teetassen

    eingeschenkt.

 

    Bei gutem Tee mit feinem Duft wird der erste Aufguss zunächst in 

    Duftbecher eingegossen;  der Teetrinker begutachtet dann das Aroma des

   Tees zunächst durch Riechen am geleerten Duftbecher.           

 

5. Tee anbieten:  der Tee wird den Gästen mit beiden Händen als Zeichen der

    Hochachtung überreicht. 

 

6. Tee verkosten:  Jeder Gast betrachtet zuerst die Farbe des Tees, dann

    riecht er an dem Duftbecher und prüft das Aroma. Danach nimmt er einen kleinen

    Schluck und läßt ihn auf der Zunge rollen, um so den Geschmack des Tees zu

    verkosten. 

 

7. Die Aufgüsse werden dann mit demselben Tee mehrfach wiederholt, bei

    Oolong und Tie Guanyin sogar bis zu 6-7 mal, nach 4. Aufguss lässt man den Tee jeweils

    20-30 Sekunden länger ziehen als zuvor. Jeder Aufguss schmeckt anders.